Samstag, 27. Februar 2016

Muhammara - ein syrischer Brotaufstrich

Ich finde ja Rezepte mit Namen, bei denen man nicht erraten kann, was sich dahinter verbirgt, unglaublich spannend. Und manche Namen klingen einfach lustig. Shakshuka hat meine Aufmerksamkeit zum Beispiel aus diesem Grund erregt. Und solange exotische Gerichte vegetarisch sind, bin ich sehr mutig in Bezug auf das Ausprobieren. Mit Muhammara (hat nichts mit Kühen zu tun) hat Ina jüngst ein sehr interessantes Rezept verbloggt. Und zwar handelt es sich um einen syrischen Brotaufstrich mit Paprika und Nüssen. Und Zitrone und Knoblauch. Und...


Granatapfelsirup und Harissa (Gewürzpulver) habe ich mir extra wegen des Rezeptes gekauft, die beiden Zutaten machen den Geschmack des Aufstriches besonders. Die leichte Süße durch den Granatapfelsirup finde ich auch super. Das Rösten und Schälen der Paprikaschoten ist ein wenig Aufwand, aber es lohnt sich. Muhammara kam auch bei meiner ganzen Familie gut an - als Dipp zu Crackern wie als Brotaufstrich.

Donnerstag, 25. Februar 2016

Mohn-Marzipan-Zopf

Da ich in den letzten Wochen oft Besuch bekommen habe, hatte ich viiieeel Gelegenheit zum Backen. Eigentlich hab ich ja noch viel mehr Bewährtes als Neues gebacken, die ein oder andere Sache habe ich aber doch neu ausprobiert, wenn ich mir die jüngste Historie meines Blogs so ansehe ... und hier ein weiteres Rezept mit einer meiner Lieblingskombinationen: Mohn und Marzipan. Und das ergibt einen Mohn-Marzipan-Zopf. Also als Fazit kann ich sagen, dass sich die Kombination auch in diesem Fall gut macht. Und ich hab den Zopf pur gegessen (ohne Butter und Marmelade), sprich er schmeckt auch schön süß und abwechslungsreich (normalen Zopf esse ich nämlich lieber nicht ganz pur).


Ich hab mich fast genau an das Rezept auf der Seite mit dem klasse Namen Trüffelschwein gehalten, nur dass ich etwas mehr Marzipan genommen habe (125 g). Und die Backzeit scheint mir auch etwas lang. Ich habe den Zopf 45 Minuten im Ofen gelassen ... aber ich glaube, 35 Minuten würden auch ausreichen. Werde ich beim nächsten Mal so machen.

Montag, 22. Februar 2016

Fenchel auf dem Blech

Als mein Sohn über die Feiertage zu Besuch bei uns war, hat er Fenchel mit getrockneten Tomaten und Schafskäse auf dem Blech gemacht. Und ein bereits bekannter Satz von mir, da ein wichtiges Kriterium: wieder ein Rezept das man bei Bedarf gut vorbereiten und im programmierten Backofen zeitgenau auf den Tisch bringen kann. Das Gericht schmeckt durch die getrockneten Tomaten und den Schafskäse schön würzig. Der Fenchel hat einen milden, leicht anisartigen Geschmack. Das Chiliöl rundet das Gericht würzig ab. Sehr lecker zusammen!


Fenchel auf dem Blech

für 4 Portionen

3 Fenchelknollen
120 g getrocknete Tomaten
200 g Schafskäse
Salz
Pfeffer
Olivenöl für das Blech
einige Tropfen Chiliöl

Ein Backblech mit Backpapier belegen und mit Olivenöl bestreichen.

Die Fenchelknollen waschen und putzen. Dann die Knollen längs halbieren und den trockenen Strunk keilförmig herausschneiden. Nun den Fenchel in Scheiben schneiden und auf dem geölten Backblech verteilen. Die getrockneten Tomaten und den Schafskäse ebenfalls kleinschneiden und auf dem Fenchel verteilen.
Mit Salz und Pfeffer vorsichtig würzen.
 Das Backblech in den vorgeheizten Backofen bei 200° C schieben und ca. 30 Minuten backen. Vor dem Servieren mit etwas Chiliöl beträufeln.

Schmeckt herrlich, wenn es französchisches Baguette dazu gibt.

Mittwoch, 17. Februar 2016

Wieder was für Mutige: Bananen-Kurkuma-Pudding

Ein Dessertrezept mit Bananen und Kurkuma, welches mich angesprochen hat, habe ich vor langer Zeit in meinem Tibits-Kochbuch entdeckt. Und zwar aus folgendem Hauptgrund: Kurkuma soll sehr gesund sein, da es viel Eisen enthält. Und da Inder ja fast alles mit Kurkuma würzen ist das Gewürz für sie eine essentielle Eisenquelle .... das hab ich jedenfalls mal irgendwo gelesen.

Ich habe das Tibits-Rezept nicht direkt nachgekocht, sondern basierend auf meinem klassischen Puddingrezept abgewandelt. Allerdings mit weniger Stärke, da ich eine etwas flüssigere Konsistenz erreichen und den "flüssigen Pudding" noch warm genießen wollte. Das hat geklappt und die Farbe finde ich durch das Kurkuma genial.

Geschmacklich hat mich das Rezept aber nicht ganz überzeugt (wieder eines der Kategorie "mutig", "exotisch", "spannend" oder "gewagt" ... also lasst euch nicht abschrecken, vielleicht schmeckt es euch ja). Ich weiß nicht, ob's am Kurkuma in einem süßen Rezept liegt oder an den Bananen. Ich tippe aber eher auf die Bananen ... die mag ich nämlich nicht in jeder Verwendung, da bin ich etwas heikel geblieben (früher habe ich sie gar nicht gemocht, mittlerweile mag ich sie manchmal und schätze sie als sättigendes, gesundes Sportlerobst). Also mir wäre mehr bzw. purer Vanillegeschmack lieber gewesen, glaube ich.... habt ihr Kurkuma schon mal in einem Dessert- oder Kuchenrezept verwendet?


Bananen-Kurkuma-Pudding

2 Bananen
500 ml Milch
1 Vanilleschote
20 g Speisestärke
50 g Rohrzucker
1 TL Kurkuma

Die Bananen in hauchdünne Scheiben schneiden. Speisestärke mit 4 EL der 500 ml Milch so lange verrühren, bis eine "klumpenlose" Masse entsteht. Den Rest der Milch in einem Topf erwärmen. Die Vanilleschote auskratzen und das Mark sowie die Schote hinzufügen, das Kurkumapulver und den Zucker ebenfalls hinzugeben. Die Schote wieder entfernen, bevor die Milch kocht. Sobald sie allerdings kocht, die Mischung aus Speisestärke und Milch unter ständigem Rühren in den Topf geben. Die Banenenscheiben unterheben und den Pudding warm verspeisen.

Sonntag, 14. Februar 2016

Noch ein Rezept mit heimischem Wintergemüse: Wirsing

Nach Weihnachten und Fasnacht sind wir in der Fastenzeit angekommen. Fast jeder hat nun das Bedürfnis, bewußt auf die Figur zu achten und leckeres Wirsinggemüse passt einfach noch zum Wintermonat Februar.


Wirsing-Gemüse

für 4 Portionen 

500 g Wirsing
1 Zwiebel
3 EL Olivenöl
1 Knoblauchzehe
125 ml Gemüsebrühe
Salz
schwarzer Pfeffer
Muskatnuss
Crème fraîche

Den Wirsing vierteln, den Strunk entfernen und in ca. 0,5 cm breite Streifen schneiden.
Das Öl im Topf erhitzen und die klein geschnittene Zwiebel glasig dünsten.
Dann den Wirsing und Knoblauch in den Topf geben und die Brühe angießen. Ca. 20 Minuten köcheln lassen. Mit Salz, frisch geriebenem Pfeffer und Muskatnuss abschmecken. Wenn die Flüssigkeit verkocht ist, der Wirsing aber noch Biss hat, schmeckt er am besten. 
Man kann das Gemüse noch mit Crème fraîche verfeinern.

Dazu schmeckt Kartoffelbrei.

Samstag, 13. Februar 2016

Supervanillige, kleine Scones

Bei Gewinnspielen bin ich zugegebenermaßen regelmäßig ein Glückspilz. Zuletzt habe ich im Dezember bei meiner Namensvetterin Sarah (deren Blog ich wirklich mag) ein Vanillekipferl-Backset gewonnen. Der Gewinn kam zwar noch knapp vor Weihnachten an, aber ich war mit dem Plätzchenbacken dann doch schon fertig. Und nach Weihnachten war mir erst mal nicht so nach Plätzchen, sodass ich den Inhalt der Vanillebox mit Vanilleschoten und Vaailleextrakt (von letzterem lese ich viel in amerikanischen Rezepten, hatte den in Deutschland aber noch nie gekauft) zunächst anders eingesetzt habe: ich habe Mini-Vanille-Scones gebacken und damit einen schon ewig bestehenden Plan in die Tat umgesetzt. Ich liebe ja das Aroma von Vanille .... und diese Scones schmecken einfach mal so richtig nach Vanille. Ganz puristisch ohne andere Aromen. Die schwarzen Punkte auf der Glasur sprechen für sich. Aber mal abgesehen vom Geschmack und vom Aussehen lohnt sich das Backen allein wegen dem Vanillegeruch, der durch das Haus zieht ....

Vanillekipferl mit meiner Form werde ich spätestens zu Weihnachten backen, eventuell werde ich die Form aber kreativ auch davor einweihen.


Das Rezept für die Scones ist ein Mix aus zwei inspirierenden Vorlagen hier und hier. Ich habe dann aber doch ein paar Dinge abgeändert, wie als erstes die Mengenangaben von Cup-Einheiten auf ordentliche Gramm-Zahlen zu runden. Und für die Glasur habe ich auch keine Sahne oder Milch verwendet, sondern Wasser, da ich die Scones bereits am Vortag gebacken habe und nicht riskieren wollte, dass die Milchprodukte schlecht werden. Voilà die volle Vanilledröhnung:


Vanille-Scones

für 18 Stück

für den Teig:
300 g Mehl
1 TL Backpulver
1 Prise Salz
75  g Zucker
100 g Butter 
1 Ei
150 g Sahne
1/2 TL Vanilleextrakt
Mark von 1 Vanilleschote

für die Glasur:
1/2 TL Vanilleextrakt
Mark von 1 Vanilleschote
130 g Puderzucker
Wasser (ca. 25 ml)

Den Backofen auf 175°C vorheizen.
Mehl, Backpulver, Salz, Zucker, Butter und Ei verkneten. Sie Sahne mit dem Vanilleextrakt und dem Mark der Vanilleschote verrühren, dann alles vermengen und von Hand oder mit den Knethaken des Rührgeräts zu einem Teig vermengen.

Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem Quadrat mit 25 x 25 cm ausrollen. Der Teig ist relativ klebrig, also mit viel Mehl an den Händen und auf der Arbeitsfläche arbeiten. Das große Quadrat in 9 Teile teilen. Die kleinen Quadrate nochmals diagonal halbieren. Diese auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und 18 Minuten im Ofen backen.

Die Scones auskühlen lassen.

Für die Glasur das Mark der Vanilleschote mit dem Vanilleextrakt verrühren. Den Puderzucker hinzugeben und mit so viel Wasser vermengen, bis eine dickflüssige Glasur entsteht. Mit einem Teelöffel die Glasur auf den Scones verteilen.

Sonntag, 7. Februar 2016

Dunkle Mousse au Chocolat: sie vergeht auf der Zunge

Als ich vor vielen Jahren wieder in den Beruf eingestiegen bin, hat sich in den ersten Tagen gerade der Zivi mit dieser tollen Mousse verabschiedet. Es ist lange her, aber immer denke ich beim Zubereiten unserer geliebten Mousse an Patrick. Auch seinen Namen habe ich nicht vergessen. Gut, dass er mir dieses Rezept verraten hat. Ich stelle immer wieder fest, daß man sich mit Rezepten geradezu verewigen kann, aber dazu ein andermal mehr...

Anmerkung Sarah: Diese Mousse bereiten wir (oder ein Familienmitglied eben) meistens zu Weihnachten zu, so wie auch dieses Jahr. Auch wenn die Herstellung nicht gerade kompliziert ist und es bisher auch immer geklappt hat, so bin ich doch immer froh, wenn ich dann die fertige Mousse vor mir habe (denn wenn ich die zähe Schoko-Eigelb-Masse mit dem Eiweiß vermengen soll, dann habe ich immer Sorgen, das steif geschlagene Eiweiß kaputtzumachen). Aber es funktioniert!


Mousse au Chocolat

200 g Schokolade (bei mir: Rittersport-Halbbitter)
500 ml Sahne
5 Eier

Zuerst schmelze ich die Schokolade im Wasserbad. Dabei muss man sehr aufpassen, dass kein Wasser in die Schokolade kommt. 
Nebenbei schlage ich mit dem Rührfix die Sahne steif. Die Eier werden geteilt und das Eiweiß in einer großen Schüssel ebenfalls steif geschlagen.
Das Eigelb verrühre ich mit einer Gabel in einem kleinen Gefäß.
Wenn die Schokolade geschmolzen ist, lasse ich sie etwas abkühlen. Nun muss das Eigelb mit der Schokolade verbunden werden. Dazu gebe ich erst etwas Schokolade zum Eigelb und anschließend kommt das ganze Eigelb zur geschmolzenen Schokolade. Das ergibt dann eine zähe dunkle Masse. 
Nun gibt man diese Masse auf das steif geschlagene Eiweiß und hebt es vorsichtig mit einem großen Schneebesen unter. 
Dann fehlt nur noch die Sahne, die man ebenfalls mit dem Schneebesen unterhebt.
Nun fülle ich die Masse möglichst ohne den Rand zu bekleckern in eine saubere Schüssel und streiche die Oberfläche glatt.
Die Mousse sollte mindestens 6 Stunden gekühlt werden.


Mittwoch, 3. Februar 2016

Weiße Mousse au Chocolat (ohne Eier und mit Schmand)


Direkt nach den Feiertagen war mir erst mal nicht mehr nach Süßen. Und da ich mir gedacht habe, dass es euch wohl ähnlich ergeht, habe ich mit dem Verbloggen unseres Weihnachtsdesserts noch ein Weilchen gewartet. Ich hoffe, ihr seid mittlerweile bereit dafür ;-) Seit einigen Jahren wird bei uns Mousse au Chocolat zubereitet. Und zwar gibt es immer eine dunkle Mousse, seit letztem Jahr habe ich aber auch mit einer weißen Variante experimentiert. Das Rezept von diesem letztem Jahr (wir schreiben ja schon 2016) hat mir gut gefallen.


Ich habe es bei genial lecker gefunden und es handelt sich um eine weiße Mousse nach Tim Mälzer. Ohne rohe Eier - ich habe zwar keine schlechten Erfahrungen mit Salmonellen gemacht, trotzdem ist es mir lieber, wenn ich keine rohen Eier in der Zubereitung für eine Speise verwende, sofern ich für viele Leute koche oder etwas irgendwohin mitnehme. Das ist wirklich ein Vorteil des Rezepts. Im direkten Verlgeich mit der dunklen Mousse (unter Verwendung von rohen Eiern) ist die weiße Version allerdings weniger fluffig, die Eier erfüllen also schon ihren Zweck. Und durch die Verwendung des Schmands schmeckt die auch ein wenig säuerlich. Aber diese Geschmacksnote finde ich überhaupt nicht störend, ganz im Gegenteil.


Auch wenn ich von Herrn Mälzer persönlich überhaupt kein Fan bin, nachdem ich neulich das Youtube-Video "Bauerfeind assistiert Tim Mälzer" gesehen habe, so kann ich dieses Mousse-Rezept für eine Variante mit weißer Schokolade und ohne Eier wirklich empfehlen.