Samstag, 3. September 2011

Pastasaucen VI: Spaghetti bzw. Ragù alla Bolognese


Zeit wird's, dass ich mit meiner Liste an bekannten Pastasauen fortfahre. Und nun endlich mit dem Klassiker unter den Klassikern, der Bolognese Sauce (zur Nomenklatur komme ich weiter unten noch). Etwas Geduld braucht man während der Kochzeit von mindestens 2, jedoch besser 5-6 Stunden schon. Man sollte sich also nicht überlegen, Spaghetti Bolognese zu kochen, wenn man schon halb am verhungern ist. Aber wenn das nicht der Fall ist, dann geht das schon, man kann ja während der Kochzeit etwas anderes machen.
Nach einem Rezept habe ich gar nicht lange gesucht, sondern mich für diese Variante auf Chefkoch entschieden, da der Autor für mich so klingt, als hätte er Ahnung und die Zubereitung genau beschreibt. Dieses Rezept hat mich nicht enttäuscht, ich fand die Sauce sehr lecker.

Bevor ich diesen Eintrag geschrieben habe, war ich mir, da ich ja leider, leider (noch) kein Italienisch kann, nicht sicher, ob das Gericht nun alla Bolognese, nur Bolognese oder anders heißt und habe recherchiert. Mit dem Ergebnis, gelernt zu haben, dass die Sauce korrekterweise Ragù alla Bolognese heißt (u.a. aus folgenden Quellen hier und hier).

Beim ersten Kochen der Sauce Bolognese habe ich mich für ein angeblich originales Rezept aus Bologna entschieden. Original hin oder her, ich fand die Zutatenliste und Anleitung im Voraus ziemlich überzeugend, und das Ergebnis nachher auch. U.a. durch das schonende Garen des Gemüses, das Weinaroma und den Geschmack durch die Milch.Bei meinen Recherchen bin ich aber auch darauf gestossen, dass es noch eine ganz offiziell originale Version des "Ragu alla Bolognese" von Academia Italiana della Cucina von 1982 gibt. Weisswein? Milch? Lediglich Tomatenmark und keine frischen Tomaten? Die Zutatenliste hat mich etwas skeptisch gestimmt, weshalb ich mich auch erst in der zweiten Runde an das Rezept gewagt habe (wo ich es dann aber doch für meine Pflicht hielt, bei so viel Pastaklassikern). Im Ergebnis muss ich aber sagen, dass mich diese Version nicht so ganz überzeugt hat, irgendwie zu specklastig und zu wenig Gemüse. Aus dem Grund bleibt die zuerst ausprobierte Sauce "mein" Standardrezept. 


Und nun noch zu einem anderen Thema, dem Wein. Diesen Montepulciano d'Abbruzzo kann ich wirklich (dazu) empfehlen. Auch wenn mich Wein aus der Gegend bzw. die Rebsorte davor nie begeistern konnte, dieser Wein schon.

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